S e r v i c e s

Andreas Scholl und Wolfgang Huber berichten:

Geitauer Nachwuchspiloten auf Streckenfluglehrgang

Zwei junge Segelflieger vom Luftsportclub Schliersee, Wolfgang Huber und Andreas Scholl, folgten der Einladung des Luftsportverbandes Bayern zum Lima-Lehrgang. Der Lima-Lehrgang ist ein spezielles Training für junge Segelflieger im Streckenflug.

Auf dem Flugplatz Weiden in der Oberpfalz wurde in den ersten beiden Augustwochen diese Ausbildung durchgeführt. Besondere Unterstützung gewährte der gastgebende Aeroclub Weiden. Manfred Hartmann, ein besonders erfahrener Segelflieger vom Luftsportverband Bayern, leitete den Lehrgang. Er verstand es gekonnt, die jungen Piloten (alle zwischen 18 und 24 Jahre alt) mit Theorie und Praxis auf "Strecke" zu schicken. Jeder Pilot musste dazu sein eigenes Segelflugzeug mitbringen. Der LSC Schliersee stellte Wolfgang Huber und Andreas Scholl ein Leistungssegelflugzeug vom Typ "Libelle" zur Verfügung.

Gestartet wurde auf dem Fluggelände in Weiden im Flugzeugschlepp, die einsitzigen Flugzeuge mit dem Motorsegler des Aeroclub Weiden, die beiden Doppelsitzer (Duo-Discus) mit der vereinseigenen Motormaschine vom Typ Morane. Genaues Navigieren war bei den Flügen erforderlich, da im Osten die Grenze zur Tschechei nicht verletzt werden durfte und im Westen die Kontrollzone des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr zu beachten war. Die Streckenflüge führten daher weit nach Thüringen, Ziel und Umkehrpunkte waren die Städte Suhl und Eisenach, sowie die bekannte Wartburg. Auch östliche Routen über das Erzgebirge standen auf dem Ausbildungsplan.

Wolfgang Huber in der Vereins-Libelle auf Strecke

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Andreas Scholl und Wolfgang Huber mussten auch mal zum Lötkolben greifen. Eine Lötstelle war zu erneuern.

Foto vergrößernAndreas Scholl und Wolfgang Huber mussten auch mal zum Lötkolben greifen. Eine Lötstelle war zu erneuern.

Einige der diesjährigen Teilnehmer

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2. von links ist Wolfgang Huber

Wolfgang Huber in der Vereins-Libelle auf Strecke

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Geflogen wurde immer im Pulk. Im Duo-Discus saßen der Ausbildungsleiter und einer der sieben jungen Piloten als verantwortlicher Pilot auf dem vorderen Cockpitplatz. Mit dieser Art von Ausbildung war der Lehrgangsleiter Manfred Hartmann in der Lage, die jeweiligen Flugzeugführer zu überprüfen und sein Wissen und Können direkt weiterzugeben. Die einsitzigen Segelflugzeuge folgten dem Doppelsitzer in kurzen Abständen. Über Funk war dabei der Lehrgangsleiter mit den Nachwuchspiloten verbunden. Es wurde an jedem Tag geflogen und abends erfolgte im Teilnehmerkreis die Nachbesprechung über die geflogenen Strecken.

Auch Außenlandungen wegen zu geringer Thermik hat es gegeben, so dass der eine oder andere Pilot mit dem Anhänger vom Acker geholt werden musste. Insgesamt war es ein guter und interessanter Lehrgang mit vielen Flugkilometern und einem guten Training für die fliegerische Zukunft der jungen Piloten. Besonders hervorzuheben gilt Manfred Hartmann, der mit seinem kameradschaftlichen Führungsstil die jungen Segelflieger zu begeistern wusste und sie zu einem guten Team zusammenschweißte. Dank auch dem Fluglehrer Uli Plarre vom LSC Schliersee, der die beiden jungen Piloten begleitete und sie in allen Belangen unterstützte. In der neuen Flugsaison können dann Wolfgang und Andreas ihr neues Wissen in die Praxis umsetzen. Dabei werden sie innerhalb des Vereins von den erfahrenen Piloten weiter unterstützt.

Andreas Scholl und Wolfgang Huber

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Erstellt: 10.11.1999   letzte Änderung: 4/16/2009   Die Seiten des LSC Schliersee werden betreut von Kajertan Nürnberger   Hinweise